(Aktuelle) Meldungen zum öffentlichen Verkehr

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21-Mai-26 PRO BAHN zu Nahverkehrsplan Berlin
Der Fahrgastverband PRO BAHN hat eine Bewertung des Entwurfs des Nahverkehrsplans für Berlin 2026–2028 veröffentlicht (Archiversion NVP-Entwurf). Positiv sind die Fokussierung auf Barrierefreiheit und Angebotsstabilisierung. Gleichzeitig besteht ein Spannungsfeld zur Realität einer wachsenden Stadt mit neuen Quartieren und veränderten Pendlerströmen. PRO BAHN beantragt daher, den Entwurf zu überarbeiten, die genannten Herabstufungen zurückzunehmen oder transparent fachlich neu zu begründen, die Straßenbahnplanung verbindlicher und beschleunigter auszugestalten, die S-Bahn- und Regionalverkehrsvorhaben gleichrangig abzusichern, die Nahverkehrstangente (NVT) unverändert zu sichern und die Regio-S-Bahn über die NVT als konkrete Planungsforderung aufzunehmen.  [el]
 
19-Mai-26 Greenpeace zu Zugang zu Bus und Bahn
Eine neue Greenpeace-Studie kommt zum Ergebnis, dass europaweit 56 Prozent der Bevölkerung keinen ausreichenden Zugang zum öffentlichen Verkehr haben. Greenpeace sieht hier als Hebel die Fahrtkosten. Ob man in Deutschland angesichts der Häufung großer und schwerer PKW von Mobilitätsarmut reden kann, darf jeder selber beurteilen. Eher schon schlägt die ungleiche Vermögens- und Gehaltsverteilung auch auf die Nutzung der Verkehrsmittel durch. Die Studie zeigt aber auch, dass Deutschland bei der ÖPNV-Nutzung im unteren Mittelfeld liegt. Die Nachbarländer Schweiz, Tschechien und Luxemburg sind besser; Frankreich dagegen noch etwas schlechter. Eine Gegenrede zur Vergünstigung von ÖPNV durch politische Maßnahmen ("Billig-Flatrate") gibt es in der FAZ.  [el]
 
19-Mai-26 Mehr Bahnreaktivierungen?
Die Allianz pro Schiene zeigt sich in einer Mitteilung optimistisch, was Reaktivierungen im Bahnverkehr angeht. Sie verweist dabei auf Nutzung des Sondervermögens und fordert eine Erhöhung der Regionalisierungsmittel. Bei den Regionalisierungsmitteln zeigt die Bundespolitik zurzeit aber nicht, dass sie da zu mehr als bisher bereit ist. Die Vergangenheit lehrt zudem, dass positive Studien zur Reaktivierung einer oder mehrerer Strecken nicht automatisch bedeuten, dass es dafür effektive politische Unterstützung und entsprechende Finanzierungszusagen gibt.  [el]
 
15-Mai-26 Bahn-Elektrifizierung - Planung gestoppt
Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert, die Planung wichtiger Projekte zur Elektrifizierung von Bahnstrecken nicht anzuhalten, sondern voranzutreiben. Normalerweise wäre diese Entscheidung bei der jährlichen sogenannten "Fulda-Konferenz" Anfang Mai zwischen Bundesverkehrsministerium, Deutscher Bahn und Eisenbahn-Bundesamt getroffen worden. Doch dort wurden alle Projekte erst einmal auf Eis gelegt. Das magere Ergebnis der Konferenz ist ein Alarmzeichen. Einmal mehr zeigt sich: Beim Aus- und Neubau im Schienennetz droht Stillstand, da der Bund die Investitionen für diesen Bereich offenbar auch in den kommenden Jahren nur auf Sparflamme fortführen will. PRO BAHN fordert die Bundesregierung auf, diese Wackelpolitik zu beenden und sich endlich eindeutig zur Bahn zu bekennen. Das Verkehrsministerium muss die Planungen sofort fortsetzen, statt zu versuchen, Zeit zu schinden.  [el]
 
13-Mai-26 Neuer Versuch für durchgehende Tickets und Fahrgastrechte
Die EU-Kommission hat heute Vorschläge für ihr "Passenger Paket" vorgestellt. Die Planung und Buchung von Reisen mit mehrerer Bahnbetreibern soll vereinfacht werden; die Fahrgastrechte verbessert. Auf den Seiten der Kommission und der Generaldirektion Mobilität und Verkehr sind die wesentlichen Dokumente verlinkt, und es gibt eine Fragen/Antworten-Seite. Ob die Vorschläge ausreichend sind, um das Bahnfahren in Europa attraktiver zu machen, wird durchaus auch angezweifelt. Eine Bewertung gibt es u.a. von der European Rail Passengers Union. Dem Verordnungspaket müssen noch das EU-Parlament und der Rat der Europäischen Uniopn zustimmen.  [el]
 
10-Mai-26 Vortrag zum Rheinbahn-Ticketsystem
Wie andere Verkehrsunternehmen hat auch die Düsseldorfer Rheinbahn ein digitales Ticketsystem entwickelt. Das System CALO wird morgen um 19.30 Uhr in einem Online-Vortrag unter dem Titel "Inklusion, Barrierefreiheit und Effizienz im digitalen Ticketing" bei PRO BAHN NRW vorgestellt. Die Referentin kann vielleicht auch beantworten, wie CALO mit der existierenden Rheinbahn-App, der VRR-App, mit eezy-NRW oder der beabsichtigen Mobilitätsplattform MAX (mit Hamburger Hochbahn, Berliner Verkehrsgesellschaft, Münchner Verkehrsgesellschaft) zusammenspielt.  [el]
 
08-Mai-26 Roadmap Fahrgastinformation des RMV
Ende letzten Jahres hat der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) in einer Broschüre seine "Roadmap Fahrgastinformation" vorgestellt. Darin wird auf den erreichten Status eingegangen, und vorgestellt, wie es weitergehen soll. In einer Zwischenüberschrift wird festgestellt, dass Information ein Schlüssel zur Kundenzufriedenheit ist, und Vertrauen schaffen kann. Diese Nachricht ist sicher noch nicht überall im ÖPNV angekommen. Das zeigen auch die veröffentlichten Ergebnisse zur Zufriedenheit und zum Umgang mit Fahrgastinformation. Demgemäß werden in der Broschüre auch die drei Problemfelder fehlende Information, falsche Information und inkonsistente Information genannt. Insgesamt enthält das Heft einige interessante Fakten und Ideen aus Sicht eines großen Verkehrsverbundes.  [el]
 
07-Mai-26 Netzzustandsbericht DB InfraGO
Der Netzzustandsbericht 2025 zeigt ähnliche Ergebnisse wie im Vorjahr. DB-InfraGO-Chef Dr. Nagl weist darauf hin, dass es trotz gestiegenem Durchschnittsalters der Anlagen keine Verschlechterung des Gesamtzustands gegeben habe. Der Pressemitteilung zum Bericht wurde eine Erläuterung der Maßnahmen von DB InfraGo zur Seite gestellt. Auch wenn es für eine Bewertung der laufenden Generalsanierungen zu früh ist, war die Erwartungshaltung wohl eher, dass es – wie im letzten Jahr – eine kleine Besserung geben würde. Die Medien betonen, dass die Politik große Geldsummen zur Verfügung gestellt habe. Aus Fahrgastsicht erleben wir seit einigen Jahren einen deutlichen Anstieg der Zahl der Baustellen und dadurch auch der Einschränkungen beim Bahnfahren. Beides erzeugt sicherlich Druck, dass dann im nächsten Netzzustandsbericht und auch im Erleben der Fahrgäste leichte Verbesserungen erkennbar werden.  [el]
 
30-Apr-26 Österreich baut - Deutschland plant (nicht)
Die Österreichischen Bundesbahnen haben vor einigen Tagen der Baustart der Elektrifizierung der Innkreisbahn von Neumarkt-Kalham bis Braunau am Inn verkündet. Der Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt diesen Schritt und fordert die zügige Weiterführung der Oberleitung auf bayerischer Seite. Das Bundesverkehrministerium wird dazu aufgefordert, kurzfristig die finanziellen Mittel für den Planungsstart der ABS 38, Planungsabschnitt 5 freizugeben. Dass Österreich zu bauen beginnt, während Deutschland mit der Planung zögert, ist leider typisch, wie das gesamte Projekt ABS 38 oder auch die Elektrifizierungslücken in Nordbayern zeigen. Die Innkreisbahn ist Bestandteil einer Initiative für Oberösterreich, über die PRO BAHN Oberbayern bereits 2019 berichtet hatte. Weitergehende Planungen, wie die "Neue Innkreisbahn", werden auch in Österreich noch etwas auf sich warten lassen.  [el]
 
29-Apr-26 Neue PRO BAHN Post
Alles neu macht der Mai! Und schon bevor der Monat beginnt, gibt es die PRO BAHN Post aus Oberbayern. Die Artikel enthalten Vorschläge zu einer künftigen Trambahnerschließung im Bereich Feldmoching, Neues vom Konzept Chiemgauexpress zwischen Rosenheim, Prien und Aschau, sowie Kontraproduktives zur Barrierefreiheit am Beispiel der Tramhaltstelle "Olympiapark West". Natürlich gibt es einen Bericht zur Mitgliederversammlung von PRO BAHN Oberbayern, der auch zwei inhaltliche Beschlüsse zur Traun-Alz-Bahn und zur S-Bahn-Verlängerung nach Geretsried enthält. Weitere Themen sind in den Kurznachrichten zusammengefasst, und am Ende folgt wie immer die Terminvorschau.  [el]
 

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