(Aktuelle) Meldungen zum öffentlichen Verkehr

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30-Jan-26 Verdi-Streik am Montag im ÖPNV
Die Gewerkschaft Verdi ruft für den 2.2.2026 die Beschäftigten von kommunalen Betrieben im öffentlichen Nahverkehr zum Streik auf. Betroffen sind Kommunen, für die der entsprechende Tarifvertrag Nahverkehr (TV-N) gilt. Der Streikaufruf gilt nicht für Betriebe in Niedersachsen; ob in Hamburg gestreikt wird, wird noch geklärt. Nicht betroffen sind ebenfalls Eisenbahnunternehmen und private Busunternehmen.  [el]
 
29-Jan-26 Weitere Verzögerungen bei der Wallauer Spange
Ziemlich beispiellos ist die Ablehnung eines wichtigen Bahnprojekts durch das Eisenbahn-Bundesamt wegen Versäumnissen des Antragstellers (hier; DB InfraGO). Genau das ist jetzt im Fall der Wallauer Spange bei Wiesbaden passiert. Die Ablehnung erfolgte bereits im Herbst, wurde aber vom EBA erst jetzt öffentlich gemacht. Das Projekt Wallauer Spange war bereits vorher unter Druck geraten, weil es zu den fünf Maßnahmen der Schieneninfrastruktur gehört, für die der Bund aktuell kein Geld ausgeben will. Die durch das Finanzierungsdebakel eingetretene Zeitverzögerung wird sich wohl verlängern. Laut DB werden die Baurechtsunterlagen überarbeitet und ein neuer Erörterungstermin durchgeführt. Bereits 2024 musste wegen Nachforderungen des EBA der Antrag auf Planfeststellung nach Januar 2023 ein zweites Mal gestellt werden. Der Bundestag hatte das Projekt bereits 2020 beraten. Damals wurde mit einer Fertigstellung Ende 2026 gerechnet; jetzt erwartet die DB erst 2027 Baurecht.  [el]
 
29-Jan-26 Hermann-Hesse-Bahn
Am kommenden Samstag wird die Hermann-Hesse-Bahn von Calw nach Weil der Stadt eröffnet. Das vor Jahren gestartete Projekt hatte auf seinem Weg viele Schwierigkeiten zu überwinden. In Calw gibt es ein Bahnhofsfest, auch an anderen Haltepunkten wird der Eröffnungszug festlich empfangen (Faltblatt mit Infos). Mitfahren kann man dann ab Sonntag im regulären Fahrplanbetrieb.  [el]
 
29-Jan-26 Ende der Geißbockbahn
Die Bodensee-Oberschwaben-Bahn (BOB) war Anfang der 1990er-Jahre eine Neugründung einer kommunalen Eisenbahngesellschaft. Die Gründung war eine Reaktion der Aufgabe von Bahnhalten durch die damalige Bundesbahn, und der Bahnbetrieb einer nicht-bundeseigenen Bahn vollständig auf DB-Infrastruktur ein Novum. Wegen ihres Logos und dem Bezug zur "schwäbschen Eisebahne" wird sie auch Geißbockbahn genannt. Sie betreibt seit 1993 regionalen Bahnverkehr auf der Strecke Friedrichshafen-Ravensburg, seit 1997 bis Aulendorf. Jetzt hat die BOB bekanntgegeben ab Ende 2027 den Bahnbetrieb nicht mehr in kommunaler Regie weiterzuführen. Der Verkehr auf der BOB-Strecke wird dann im Rahmen eines größeren Verkehrsvertrages bzw. mit einem Übergangsvertrag durch das Land Baden-Württemberg vergeben.  [el]
 
29-Jan-26 Allianz pro Schiene fordert Ausbau des Bahnnetzes
Sowohl der Schienengüterverkehr als auch der Personenverkehr auf der Schiene hat zwischen 2005 und 2024 um mehr als 40 Prozent zugelegt – und damit jeweils deutlich stärker als die Verkehrsnachfrage insgesamt. Das Schienennetz ist aber nicht mitgewachsen und verharrt in einem Zustand, der immer problematischer wird. Mit einem besseren Netz wäre ein noch deutlich größerer Anteil der Bahn am Gesamtverkehr möglich. Die Bundespolitik ist gefordert, die Erweiterung des Schienennetzes voranzutreiben. Dies entspräche sowohl den Erfordernissen des Klimaschutzes als auf den Bedürfnissen der Bürger.  [el]
 
28-Jan-26 PRO BAHN Post frisch erschienen
Wir haben Mitte der letzten Januarwoche und erwartungsgemäß gibt es eine neue PRO BAHN Post aus Oberbayern. Verkehrspolitisch nahm in den letzten Wochen die Kritik am Baustellenmanagement von DB InfraGO einigen Raum ein. Das wenig kundenorientierte Vorgehen ist leider kein neues Thema, sondern seit Jahren Dauerzustand. Weitere Artikel beschäftigen sich mit Zugstreichungen in Bayern und der nicht ganz aufrichtigen Kommunikation dazu, sowie mit den Vorteilen des Deutschlandtickets und der Weiterentwicklung der Tariflandschaft. Außerdem werden die Jubiläen der Bahnstrecken Tutzing–Peißenberg und Mühldorf–Rosenheim gewürdigt, sowie die Inflation sogenannter Rettungszeichen in U-Bahnhöfen thematisiert. Wie immer gibt es im Heft einige Kurznachrichten und die Terminübersicht.  [el]
 
26-Jan-26 Christian Behrendt verstorben
Christian Behrendt war jemand, der sich massiv für den öffentlichen Verkehr insbesondere in Hessen eingesetzt hat. Er war dem Fahrgastverband PRO BAHN sehr verbunden, und hat im Bereich Neu- und Ausbauprojekte der Bahn wichtige Zuarbeit geleistet. Lange bevor der Deutschlandtakt ein offizielles Projekt der Bundesregierung wurde, argumentierte er mit Anschlusserreichung und Taktknoten bei der Auslegung von Infrastrukturprojekten. Auch wenn er sich öffentlich oft im Hintergrund gehalten hat, hat er stets die Interessen der Fahrgäste in den Vordergrund gestellt. Nun hat uns Christian mit 61 Jahren viel zu früh verlassen. PRO BAHN hat mit ihm einen Freund und Kollegen verloren.   [el]
 
24-Jan-26 Zum Tod von Carsten Carstensen
Carsten Carstensen, Geschäftsführer RDC Deutschland, ist kurz nach seinem 56. Geburtstag verstorben. Auch der Fahrgastverband PRO BAHN trauert um ihn, der viel zu früh nach schwerer Krankheit von uns gegangen ist. Mit ihm verliert die deutsche Eisenbahnlandschaft einen leidenschaftlichen Vorkämpfer für den Nachtzugverkehr in Deutschland und Europa. Mit seinem visionären Denken und seinem unermüdlichen Einsatz hat er maßgeblich dazu beigetragen, dass der Nachtzug in Deutschland nicht nur überlebte, sondern eine Renaissance erlebte und damit den Weg für eine umweltfreundliche Alternative zum Fliegen geebnet. Was Carsten Carstensen für uns als Fahrgastverband besonders auszeichnete, war seine Bereitschaft zum Dialog auf Augenhöhe. Er suchte stets den Austausch mit den Fahrgästen, hörte zu und nahm Anregungen ernst. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen. Sein Engagement für einen fahrgastfreundlichen Bahnverkehr bleibt uns Verpflichtung. Eine ausführliche Würdigung hat RDC Deutschland veröffentlicht.  [el]
 
23-Jan-26 SPNV im MVV - Zukunftsperspektiven oder Horrorszenario?
2017 hatten wir auf ein Positionspapier der MVV-Landkreise zum SPNV hingewiesen, und 2020 auf dessen Fortschreibung. Die aktuelle zweite Fortschreibung erfolgt nun im Namen der Verbundlandkreise und -städte eines größer gewordenen MVV-Gebiets, wobei die Stadt München nicht beteiligt ist. Die MVV-Erweiterungen bringen es mit sich, dass über das 2017 und 2020 im Fokus stehende S-Bahn-Netz hinausgeschaut wird. Bei der Beschreibung der Ausgangslage geht es hauptsächlich um die Schieneninfrastruktur (überlastet, sanierungsbedürftig, Maßnahmen zu teuer und dauern zu lange, zu geringe Finanzierung, langfristige Programme nötig), aber auch um die unsichere Finanzierung des Bahnbetriebs. Im weiteren Text wird unter der Überschrift "Schlimmer geht immer?" als mögliches "Horrorszenario" genannt, dass ganze Streckenabschnitte wegen Mängeln der Infrastruktur langfristig stillgelegt werden. Der Bahnknoten München wird als "Schlüssel und Sorgenkind des öffentlichen Verkehrs" bezeichnet. ("Ausbaumaßnahmen laufen, aber reichen bei weitem nicht aus", siehe auch PRO-BAHN-Text von 2023.) Am Ende des Papiers wird eine "Vision Bahnknoten München 2050" skizziert – der Weg dahin bleibt vage. Vom Verkehrsministerium gibt es eine Pressemitteilung zum Positionspapier und vom Merkur einen Artikeltext als Zusammenfassung.  [el]
 
22-Jan-26 Streit um Bahnbaustellen
Die österreichische Westbahn und die Bayerische Regiobahn (BRB) haben in einer Pressekonferenz am Mittwoch das Baustellenmanagement von DB InfraGO heftig kritisiert. "Kurzfristige Baustellen, fehlende Abstimmungen und unklare Zuständigkeiten" seien kein Ausnahmezustand, sondern "gelebter Alltag". Sie fordern mehr zeitlichen Vorlauf, keine kurzfristigen Planänderungen, und ein Ende des "Zuständigkeits-Pingpong" bei der DB. Entsprechende Vorwürfe und Forderungen gibt es seit vielen Jahren, ohne dass sich erkennbar etwas zum Besseren geändert hätte. Die Medien zitieren Aussagen des Westbahn-Chefs, nachdem in Deutschland "Eisenbahn wie in der Steinzeit" praktiziert würde. Auch das Bundesverkehrsministerium kommt nicht gut weg. Die DB wehrt sich gegen den Vorwurf, das Schienennetz in Bayern vernachlässigt zu haben. Betroffene Fahrgäste werden ihre eigene Meinung dazu haben, ob die DB ihren Anspruch erfüllt, Reisende immer rechtzeitig und gut zu informieren. Norbert Moy vom Fahrgastverband PRO BAHN war bei der Pressekonferenz dabei und wird in den Presseartikeln zitiert.  [el]
 

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