Aktuelle Meldungen zum öffentlichen Verkehr
| 13-Okt-26 | ![]() | Bessere Ersatzverkehre Hannover-Berlin |
| Seit dem 2. Oktober hält in Wolfsburg kein Fernzug mehr, in Stendal keiner mehr Richtung Berlin und Hannover. Ob sich das bis zum Ende der Bauarbeiten im Dezember 2027 ändert, ist laut DB weiter "in Prüfung". Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert von DB Fernverkehr direkte Züge zwischen Wolfsburg und Berlin über Magdeburg, schnelle Verbindungen für die Altmark. Längere Wege durch Zugumleitungen dürfen Fahrkarten nicht verteuern. Von DB InfraGO erwartet PRO BAHN, dass die Lehrter Stammbahn als Umleitungsstrecke früher in Betrieb geht. Auf keinen Fall dürfen für Umleiterzüge weitere Nahverkehrsstrecken ersatzlos gesperrt werden. Ganzjährige Herausnahme von Linien wie im Fall der S4 zwischen Hannover und Hildesheim sind nicht akzeptabel. [el] | ||
| 13-Okt-26 | ![]() | Neuer Bahnfahrplan ab Dezember |
| Ab morgen sind Bahntickets für den neuen Fahrplan ab 13. Dezember buchbar. Wie üblich stellt die DB einige Neuerungen und Änderungen in einer Pressemitteilung vor. Auch Flix bewirbt heute kommende Verbesserungen beim Flixtrain-Netz. [el] | ||
| 10-Okt-26 | ![]() | Teildemontage des Zugangebots nach Hildesheim |
| Als Folge der mindestens ein Jahr andauernden Streckensperrung zwischen Lehrte und Berlin (die in ihren Auswirkungen wiederum Folge der Unfähigkeit ist, eine Umleitungsstrecke rechtzeitig zu elektrifizieren), und dem dadurch entstehenden Bedarf, für Güterzüge andere Strecken zu finden, wird der Bahnverkehr zwischen Hildesheim und Hannover stark eingeschränkt. Während in jüngster Vergangenheit immer wieder wochenlang die Züge des RE10 gestrichen und Fahrgäste auf die Züge der S-Bahn verwiesen wurden, wurde nun beschlossen, eine S-Bahn-Linie ab Dezember ganzjährig komplett entfallen zu lassen. Der Fahrgastverband PRO BAHN sieht große Kapazitätsprobleme auf die Fahrgäste zukommen und fordert von allen Verantwortlichen Anstrengungen, um für die Fahrgäste akzeptable Lösungen zu erzielen. [el] | ||
| 09-Okt-26 | ![]() | Bahnreaktivierung in Baden-Württemberg |
| Baden-Württemberg will weiterhin Strecken reaktivieren, aber weniger als bisher geplant waren. 2020 hatte das Land mit einem Reaktivierungsoffensive begonnen, und zunächst 42 Strecken als Kandidaten benannt. Durch Machbarkeitsstudien und unterschiedliche Interessen vor Ort war diese Zahl später reduziert worden. Aufgrund der finanziellen Situation des Landes hat die seit Mai amtierende Verkehrsministerin Razavi (CDU) die Zahl der Reaktivierungskandidaten nochmals um etwa die Hälfte reduziert. Zum Vergleich sei auf Archivseiten vom September 2026 und Dezember 2025 verwiesen. Seit Anfang 2026 verkehrt nach einer komplexen Reaktivierung die Hermann-Hesse-Bahn wieder zwischen Weil der Stadt und Calw (siehe auch aktuellen Reisebericht). [el] | ||
| 09-Okt-26 | ![]() | Neuer Zeitplan Korridorsanierungen |
| Wie nach Äußerungen von Bundesverkehrsminister und Bahnchefin zu erwarten war, wird der Zeitplan der Korridordanierungen (früher: "Generalsanierungen") nochmals gestreckt. Ministerium und DB haben sich auf die Sprachregelung "angepasst und verschlankt" geeinigt. Zwischen 2027 und 2031 sollen jetzt 13 statt 21 Strecken saniert werden. Die Zahl 21 stammt dabei aus der ersten Verlängerung des Zeitplans von Mitte 2025. 2024 war angekündigt worden, bis 2030 40 Strecken zu sanieren. Weitere Strecken sollen nach 2031 saniert werden, wobei kein Enddatum genannt wird. So soll unter anderen die Sanierung der linken Rheinstrecke auf 2028 (Nordteil) und einen Zeitraum nach 2031 aufgeteilt werden. Die DB verspricht eine bessere Steuerung der Netzkapazität während der Sanierungen, verlässliche Inbetriebnahmen, dass die sanierten Strecken "möglichst bis zu 10 Jahre weitgehend frei von größeren baubedingten Einschränkungen" bleiben, und für alle Sanierungen ab Anfang der 2030er-Jahre den Umbau auf ETCS Level 2 ohne Signale. [el] | ||
| 09-Okt-26 | ![]() | Neubaustrecke Hannover - Hamburg beschlossen |
| Nachdem im September ein Streit in den Regierungsfraktionen noch einen Beschluss verhindert hatte (siehe Meldungen vom 17.9. und 23.9.), hat der Bundestag gestern Abend den Bau der Neubaustrecke Hannover–Hamburg beschlossen. Angenommen wurde damit die Beschlussempfehlung des Verkehrsausschusses zum Bericht des Verkehrsministerium über die Baumaßnahme. Der Bericht enthält die von der DB im Zuge der Vorplanung ermittelte Vorzugsvariante. [el] | ||
| 08-Okt-26 | ![]() | Hin und Her beim Wettbewerb im Fernverkehr |
| Nachdem die Anstrengungen von Italo bekanntgeworden waren, in den deutschen Schienenfernverkehr einzusteigen, fanden im Sommer heftige Diskussionen zum Bahnwettbewerb statt. Die Bundesnetzagentur hatte daraufhin den Markteintritt weiterer Bahnunternehmen erleichtert und der DB InfraGO Auflagen zur Trassenvergabe gemacht. Diese Auflagen wurden heute vom Verwaltungsgericht Köln gekippt. Der Fahrgastverband PRO BAHN bleibt bei seinem Standpunkt, dass nicht Bundesnetzagentur oder DB InfraGO über die Bedingungen für die Bahnunternehmen entschieden sollten, sondern dass der Bund gesetzlich regeln muss, wie der Fernverkehr auf der Schiene organisiert wird. Die Versäumnisse des Gesetzgebers in dieser Frage bestehen schon viele Jahre; die Folgen werden immer deutlicher. [el] | ||
| 07-Okt-26 | ![]() | Der Pfaffensteigtunnel und seine Folgen |
| Der Fahrgastverband PRO BAHN kritisiert die falsche Prioritätensetzung beim Ausbau der Gäubahn. Die Beseitigung des eingleisigen Engpasses südlich von Horb muss Vorrang vor dem Bau des Pfaffensteigtunnels haben. Der Baustart des Pfaffensteigtunnels am 12. Oktober 2026 bedeutet auch, dass der größte Engpass der internationalen Verbindung zwischen Stuttgart und Zürich vorläufig festgeschrieben wird. PRO BAHN weist auch auf die nicht immer geradlinigen Methoden der Wirtschaftlichkeitsberechnung hin, und darauf, dass die betrieblichen Möglichkeiten nach Fertigstellung nicht optimal sind. Gefordert wird, den zweigleisigen Ausbau im südlichen Abschnitt der Gäubahn vorzuziehen. Außerdem spricht sich PRO BAHN dafür aus, die Gäubahn weiter über die Panoramabahn oberirdisch bis zum Stuttgarter Hauptbahnhof zu führen und diese Strecke für einen leistungsfähigen Regionalverkehr auszubauen. [el] | ||
| 07-Okt-26 | ![]() | Spendenaktion für Bahnhaltepunkt |
| 1998 wurde im zur Stadt Nauen gehörenden Groß Behnitz eine Situation geschaffen, die keinen Zughalt dort mehr erlaubte. Der Fahrgastverband PRO BAHN Berlin/Brandenburg hält das Einzugsgebiet für wichtig genug, dort wieder einen nutzbaren Haltepunkt zu errichten. Er unterstützt daher die Stadt Nauen und eine örtliche Initiative durch eine Spendenaktion dabei, eine Machbarkeitsstudie zu finanzieren. [el] | ||
| 06-Okt-26 | ![]() | PRO BAHN zum Infraplan |
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Der Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt den Infraplan 2026, den das Bundesministerium für Verkehr heute vorgestellt hat. Der Inhalt des Infraplans ist allerdings ernüchternd. Betrachtet werden Vorhaben, für die Baurecht, Finanzierung und ein Inbetriebnahmetermin vorliegen. Wegen fehlendem Baurecht ergibt das für 2029 keinen einzigen neuen Gleiskilometer. Der Anteil elektrifizierter Strecken steigt bis 2030 nur um einen Prozentpunkt auf 63,7 Prozent. PRO BAHN fordert deshalb eine gesetzliche Grundlage für den Infraplan inklusive eines Finanzierungsplans, der die Vorhaben überjährig absichert. Die ehrliche und offene Darstellung der Lage und der Aussichten für die kommenden Jahre wird vom Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt. Mängel und Störungen an der Infrastruktur, verursachten 2025 im Schnitt 28.820 Verspätungsminuten pro Tag, 2,4-mal so viele wie 2020. PRO BAHN kritisiert, dass viele Zielwerte, wie Pünktlichkeit, Termine der Korridorsanierungen, Digitalisierung fehlen oder unverbindlich sind. Kennzahlen, die messen, was bei den Fahrgästen ankommt, müssen bei der Fortschreibung besser stärker berücksichtigt werden, und das geht vernünftigerweise nur, wenn die Fahrgäste bei dieser Fortschreibung auch mitreden können. [el] | ||


