15-Sep-26 Keine Rückkehr zur Bahnsteigsperre Der Fahrgastverband PRO BAHN lehnt Zugangskontrollen zu den Bahnsteigen deutscher Bahnhöfe ab. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger hält es für sinnvoll, den Weg zum Gleis im Fernverkehr an eine gültige Fahrkarte zu knüpfen, verweist auf Frankreich und Großbritannien und begründet das mit Angriffen auf die Verkehrsinfrastruktur. Eine Fahrkartenschleuse hält keinen Täter fern, sie hält Fahrgäste auf. Die Frage ist in Deutschland erst vor kurzem ausführlich geprüft und verworfen worden. Eine Neuauflage der Debatte ist unnötig. [el]
15-Sep-26 Was bekommen wir von der DB für unser Geld? Die Verbände DIE GÜTERBAHNEN, mofair und der Fahrgastverband PRO BAHN ermutigen Bundesverkehrsminister Steffen Bilger, das Drehbuch der deutschen Schieneninfrastrukturentwicklung nicht länger allein von der Deutschen Bahn schreiben zu lassen. Der Bund muss die Selbststeuerung der InfraGO beenden und nach dem Motto "wer zahlt, schafft an" mehr Verantwortung übernehmen. Dies ist eine zentrale Erkenntnis der Veranstaltung "Mission Gemeinwohl: Hält die DB InfraGO ihre Versprechen?" (Fotos der Veranstaltung). Die Korridorsanierungen zeigen aus Sicht der Verbände exemplarisch, warum der Bund seine Steuerungsverantwortung wahrnehmen muss, denn sie sind Lösung und Teil des Problems zugleich. "Der Bund bezahlt das Netz, und die Fahrgäste bezahlen es ein zweites Mal mit ausgefallenen Zügen und Ersatzbussen" ist ein zentrales Statement dazu von Prof. Dr. Iffländer, Vorsitzender des Fahrgastverbands PRO BAHN. Mofair hat zusätzlich ein Papier zur Neuausrichtung der Netzsanierung veröffentlicht. [el]
13-Sep-26 PRO BAHN gegen Reservierungspflicht DB-Chefin Palla hat neben der Verschiebung von Korridorsanierungen auch, ohne konkret zu werden, ein Konzept "Next Level ICE" angekündigt. Beispielsweise in der Süddeutschen Zeitung wurde in dem Zusammenhang auf die Reservierungspflicht in Frankreich und Italien hingewiesen. Der Fahrgastverband PRO BAHN lehnt eine Reservierungspflicht im deutschen Fernverkehr ab. Die Probleme, bei Anschlussverlusten oder Zugausfall alternative Verbindungen zu finden, oder die Gefahr, im letzten Zug des Tages keinen Platz zu bekommen, würden durch eine Pflichtreservierung sehr viel größer werden und das Bahnfahren deutlich schwieriger machen. Das liegt auch daran, dass das deutsche Bahnnetz enger verwoben ist als in anderen Ländern. PRO BAHN fordert stattdessen Verbesserungen beim Reservierungssystem, und dort, wo es eng wird, mehr Kapazität bei Fernzügen. Außerdem soll der Bund endlich zu seiner Verantwortung (Artikel 87e GG) stehen, und mittels Gesetz ein Zerfleddern der Bahntarife und Fahrgastrechte verhindern. [el]
10-Sep-26 Kein Ende der Korridorsanierungen absehbar Wie zahlreiche Medien heute berichten, hat DB-Chefin Palla angekündigt, den Zeitplan der Korridordanierungen (früher: "Generalsanierungen") nochmals zu verlängern. Meldungen und Berichte gibt es z.B. bei schiene.de, rnd.de (mit "Next Level ICE" und "will dem Fernverkehr Beine machen"), tagesschau.de, capital.de ("könnten bis in die 2040er Jahre dauern", mit Statement Allianz pro Schiene). Ursprünglich sollten zwischen 2024 und 2030 40 Strecken generalsaniert werden. Später wurde der Zeitraum bis 2036 ausgedehnt, und die Zahl der zu sanierende Korridore leicht erweitert. Palla nannte nun die Zahl von zwei Korridoren, die pro Jahr saniert werden sollten, "bei besonderen technischen Notwendigkeiten" auch drei. Fünf Korridore wurden bisher saniert – nicht immer mit dem öffentlich und politisch erwarteten Ergebnis – drei weitere sollen Ende des Jahres fertig sein. Zweifel am Zeitplan waren von vornherein vorhanden, u.a. mit Blick auf den Ablauf anderer Bahnprojekte. [el]
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