09-Okt-26 Bahnreaktivierung in Baden-Württemberg Baden-Württemberg will weiterhin Strecken reaktivieren, aber weniger als bisher geplant waren. 2020 hatte das Land mit einem Reaktivierungsoffensive begonnen, und zunächst 42 Strecken als Kandidaten benannt. Durch Machbarkeitsstudien und unterschiedliche Interessen vor Ort war diese Zahl später reduziert worden. Aufgrund der finanziellen Situation des Landes hat die seit Mai amtierende Verkehrsministerin Razavi (CDU) die Zahl der Reaktivierungskandidaten nochmals um etwa die Hälfte reduziert. Zum Vergleich sei auf Archivseiten vom September 2026 und Dezember 2025 verwiesen. Seit Anfang 2026 verkehrt nach einer komplexen Reaktivierung die Hermann-Hesse-Bahn wieder zwischen Weil der Stadt und Calw (siehe auch aktuellen Reisebericht). [el]
09-Okt-26 Neuer Zeitplan Korridorsanierungen Wie nach Äußerungen von Bundesverkehrsminister und Bahnchefin zu erwarten war, wird der Zeitplan der Korridordanierungen (früher: "Generalsanierungen") nochmals gestreckt. Ministerium und DB haben sich auf die Sprachregelung "angepasst und verschlankt" geeinigt. Zwischen 2027 und 2031 sollen jetzt 13 statt 21 Strecken saniert werden. Die Zahl 21 stammt dabei aus der ersten Verlängerung des Zeitplans von Mitte 2025. 2024 war angekündigt worden, bis 2030 40 Strecken zu sanieren. Weitere Strecken sollen nach 2031 saniert werden, wobei kein Enddatum genannt wird. So soll unter anderen die Sanierung der linken Rheinstrecke auf 2028 (Nordteil) und einen Zeitraum nach 2031 aufgeteilt werden. Die DB verspricht eine bessere Steuerung der Netzkapazität während der Sanierungen, verlässliche Inbetriebnahmen, dass die sanierten Strecken "möglichst bis zu 10 Jahre weitgehend frei von größeren baubedingten Einschränkungen" bleiben, und für alle Sanierungen ab Anfang der 2030er-Jahre den Umbau auf ETCS Level 2 ohne Signale. [el]
09-Okt-26 Neubaustrecke Hannover - Hamburg beschlossen Nachdem im September ein Streit in den Regierungsfraktionen noch einen Beschluss verhindert hatte (siehe Meldungen vom 17.9. und 23.9.), hat der Bundestag gestern Abend den Bau der Neubaustrecke Hannover–Hamburg beschlossen. Angenommen wurde damit die Beschlussempfehlung des Verkehrsausschusses zum Bericht des Verkehrsministerium über die Baumaßnahme. Der Bericht enthält die von der DB im Zuge der Vorplanung ermittelte Vorzugsvariante. [el]
08-Okt-26 Hin und Her beim Wettbewerb im Fernverkehr Nachdem die Anstrengungen von Italo bekanntgeworden waren, in den deutschen Schienenfernverkehr einzusteigen, fanden im Sommer heftige Diskussionen zum Bahnwettbewerb statt. Die Bundesnetzagentur hatte daraufhin den Markteintritt weiterer Bahnunternehmen erleichtert und der DB InfraGO Auflagen zur Trassenvergabe gemacht. Diese Auflagen wurden heute vom Verwaltungsgericht Köln gekippt. Der Fahrgastverband PRO BAHN bleibt bei seinem Standpunkt, dass nicht Bundesnetzagentur oder DB InfraGO über die Bedingungen für die Bahnunternehmen entschieden sollten, sondern dass der Bund gesetzlich regeln muss, wie der Fernverkehr auf der Schiene organisiert wird. Die Versäumnisse des Gesetzgebers in dieser Frage bestehen schon viele Jahre; die Folgen werden immer deutlicher. [el]
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