PRO BAHN Pressemeldungen aus Bayern
Herausgeber: PRO BAHN Bezirksverband OberbayernPressemeldung vom 25.05.2026
Massive Einschränkungen bei der Werdenfelsbahn in den ersten beiden Juni-Wochen.
Fahrgastverband PRO BAHN warnt vor negativen Folgen für die Bahnkunden
Die Geduld der Bahnkunden im Werdenfelsnetz wird vom 1. Bis zum 15. Juni wieder einmal arg strapaziert: Zwischen Starnberg und München entfallen alle Regionalbahnen und werden durch Busse ersetzt. Die Reisezeit verlängert sich damit um fast eine Stunde.Fahrgäste, die keine Lust auf „SEV“ (Schienenersatzverkehr) haben, können alternativ auch ab Weilheim mit der Ammerseebahn nach Geltendorf fahren von dort mit der S4 oder Regionalzügen nach München fahren. Leider geht es aber auch dort nicht schneller, weil zahlreiche Langsamfahrstellen die Strecke ins Allgäu ausbremsen.
Etwas besser läuft es zwischen 8. Und 12 Juni: In diesem Zeitraum verkehrt wenigstens die S6 zwischen Tutzing und München, die Fahrgäste müssen hier nur 20 Minuten mehr einkalkulieren.
Mittlerweile ist der Baustellenfahrplan im DB-Navigator eingespielt. Alternativ gibt es auch eine Baustelleninfo mit Fahrplänen auf der Webseite der DB unter:
https://assets-ri.extranet.deutschebahn.com/regio_bayern/2026-05-21/21b866eb-45ba-4fc6-b838-17e202822725Bauinfo%2BZVF%2B70765%2B-%2BMH-MTZ%2B-%2BRB6_65_66_RE61_1.6.-15.6.26.pdf.
Leider ist das Thema Streckensperrung mit den 2 Wochen nicht erledigt: Nach Angaben der DB wird der Abschnitt Starnberg – München auch noch voraussichtlich in diesen Zeiträumen in 2026 gesperrt: 3.–24. August, 23. Oktober–9. November und 13.–16. November.
Bei PRO BAHN stoßen diese massiven Einschränkungen auf Kritik: Schon beim Verfahren zur Planfeststellung hatte der Fahrgastverband auf die Unzumutbarkeit derart langer Sperrpausen hingewiesen und Maßnahmen für ein fahrgastfreundliches Bauen eingefordert – leider vergeblich. „Für Pendler sind zwei Stunden Zusatzfahrzeit pro Tag nicht darstellbar, auch die Home-Office-Regelungen der Firmen geben monatelanges Fernbleiben vom Arbeitsplatz nicht her,“ beschreibt PRO BAHN-Sprecher Norbert Moy die Situation vieler Bahnkunden. „Wir begrüßen die Ausbaumaßnahmen der DB InfraGo, aber am Ende sollten mehr Fahrgäste in den Zügen sitzen und nicht weniger“, warnt PRO BAHN vor den Folgen. Die Sperrungen stehen im Zusammenhang mit den Umbauten für die S-Bahn am Westkreuz und dem Neubau der Brücke über die Bodenseestraße.
Rückfragen bitte an Norbert Moy, Tel.: 0172-5695975
v.i.S.d.P.: Norbert Moy

