PRO BAHN Pressemeldungen aus Bayern

Herausgeber:  PRO BAHN Stadt- und Kreisgruppe München

Pressemeldung vom 20.10.2025

PRO BAHN fordert Klarheit über Maßnahmen zur Olympiabewerbung München

Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert Stadt- und Landespolitik auf, vor dem Bürgerentscheid klarzustellen, welche Maßnahmen nun wirklich für die Bewerbung der Stadt München umgesetzt werden sollen. Während die von der Stadt finanzierte und veröffentlichte Studie sagt »Fokus auf Infrastrukturmaßnahmen mit langfristigem Nutzen statt teurer Großprojekte oder wenig nachhaltiger Sportstätten« und »Entwicklung von flexiblen und schnell umsetzbaren Projekten wie Tramstrecken, Radwegen und Parkmeilen« werden von der Politik genau die Projekte beworben, auf die diese Kriterien nicht zutreffen. „Die Münchner müssen vor der Abstimmung wissen können, ob jetzt die empfohlenen »schnell umsetzbare Projekte wie Tramstrecken, Radwegen und Parkmeilen» kommen sollen, oder eher die von der Stadt- und Landespolitik in den Vordergrund gestellten teuren und langwierigen Prestigeprojekte“ so Norbert Moy, Vorsitzender von PRO BAHN Oberbayern. Ansonsten ist auch nach dem Bürgerentscheid die Diskussion nicht beendet, und ein weiterer Entscheid ist nach Konkretisierung der Projekte nötig.

Die Grundaussagen der von der Stadt beauftragten Studie spricht auch für die Tram-Nordtangente. Der besondere Nutzen der Tram-Nordtangente ist, dass sie die Verbindung von Olympiapark mit dem Olympischen Dorf sowie der Flughafen S8 herstellt. „Hier muss Ministerpräsident Söder endlich das Versprechen seines Amtsvorgängers Seehofer einhalten, und nicht noch länger diese höchst sinnvolle Strecke blockieren“ fordert Norbert Moy.

Die Studie ergibt zudem, dass die positiven Effekte sich nicht aus den Sportstätten ergeben, sondern aus den ohnehin nötigen Verkehrsprojekten und der Stadtgestaltung, sowie dass die positiven Effekte unabhängig und vor allem außerhalb Olympischer Spiele wirken. „Hier drängt sich schon die Frage auf: wenn selbst die Stadt München als eine der reichsten Kommunen nach Aussagen von Oberbürgermeister und Minsterpräsident diese unbestritten sinnvollen Maßnahmen nicht mehr normal finanzieren kann, sondern auf eine Sonderfinanzierung angewiesen ist, haben wir dann nicht ein grundsätzliches Problem mit der Finanzausstattung und den Einnahmen der Kommunen und möglicherweise auch mit Kosten- und Entscheidungsstrukturen? Es darf doch nicht sein, dass wir für die Zukunft unserer Infrastruktur auf Organisationen wie das IOC und ihren durchaus umstrittenen Bedingungen angewiesen sind.“ so Norbert Moy.

Rückfragen bitte an Norbert Moy, Bezirksverband Oberbayern, Vorsitzender: n.moy@bayern.pro-bahn.de, 0172-5695975
oder Andreas Barth, Bezirksverband Oberbayern, Stellvertretender Vorsitzender, E-Mail: andreas.barth@muenchen.pro-bahn.de
v.i.S.d.P.: Norbert Moy