Einleitung

 
Ziel dieser Arbeit ist es, die speziellen Probleme fahrplangebundener öffentlicher Verkehrssysteme bei der Suche optimaler Verbindungen nach verschiedenen Kriterien (z.B. Fahrzeit, Preis, Umsteigehäufigkeit, Fahrzeugkategorien usw.) sowie entsprechende Lösungsansätze darzustellen. Besonders die Suche einer ortsübergreifenden Verbindung unter Einbeziehung von Nah- und Fernverkehr stellt hohe Anforderungen.

Im Gegensatz zu individuellen Verkehrsmitteln stehen Verbindungen nur zu vorgegebenen Zeitpunkten zur Verfügung. Aspekte wie Umsteigehäufigkeit, Weg- und Zeitaufwand bei Umsteigevorgängen oder die Anschlußsicherung bei Verspätungen sind entsprechend zu berücksichtigen.

Individuelle Prioritäten sind mit einzubeziehen, beispielsweise die Gewichtung preiswerter oder schneller Verbindungen. Gegebenenfalls sind mehrere Alternativen mit entsprechenden Gewichtungen zu bewerten. Ausschlüsse oder Vorgaben bestimmter Verbindungsarten sind zu berücksichtigen (z.B. Gültigkeit eines bestimmten Tarifes, nur mit Fahrradmitnahme). Wichtig sind auch, besonders bei großen Knotenpunkten (z.B. Hauptbahnhöfe), die Umsteigewege von einer Linie zur anderen bzw. vom Nah- zum Fernverkehrsmittel. Wünschenswert ist besonders hier die Berücksichtigung notwendiger Reserven, die für Ortskundige oftmals anders ausfallen als für Fremde, die sich erst orientieren müssen.

Eine weitere Forderung wäre die intermodale Routenplanung, also die Einbeziehung des motorisierten und unmotorisierten Individualverkehrs in die Routensuche. Auch dabei sind unterschiedliche Fälle denkbar. Das eigene Fahrzeug wird oft nur am Anfang der Hin- bzw. am Ende der Rückfahrt in Frage kommen, im Gegensatz zu Taxi, Leihwagen oder Car-Sharing. Ein ohnehin mitgeführtes Fahrrad kann u.U. zur Überbrückung von Angebotslücken benutzt werden.